Das Wichtigste gleich zuerste:
Schaut RECHTZEITIG nach einem Frettchen erfahrenen Tierarzt.
Und beim KLEINSTEN Anzeichen, geht zu ihm!
Die meisten Tierärzte haben keine oder kaum Erfahrungen mit Frettchen. Dadurch behandeln sie sie auch wie
Hasen oder Katzen. In manchem Punkt mag das vielleicht passen (übertrieben kann man Menschen auch wie Affen behandeln)
Jedoch in mindestens genauso viel Fällen kann es schief gehen...

Als Tierarzt im Raum Arnstadt/Ilmenau/Gotha haben wir sehr gute Erfahrungen mit Frau Dr. Lindisch aus Gräfenroda gemacht.
Es gibt auf diversen Frettchenseiten Listen von Frettchen erfahrenen Tierärzten!

Frettchen können Krankheiten unheimlich gut und vor allem lange verstecken.
Oft kommen deutliche Anzeichen erst, wenn es zu spät ist und auch ein erfahrener Tierarzt nicht
oder nur schwer helfen kann! Beobachtet genau jede KLEINSTE Verhaltensänderung!
Genauso ist regelmässiges Wiegen notwendig,
denn starke Gewichtsänderungen sind auch ein deutliches Krankheitsanzeichen!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Impfung.

Auch wenn Frettchen in der Wohnung gehalten werden, ist regelmässiges Impfen wichtig.
Denn Krankheitserreger können durch die Strassenkleidung/Schuhe mit in die Wohnung gebracht werden.
Genauso kann es passieren, dass z.B. Katze/Hund von draussen Krankheitserreger mit in die Wohnung bringt.

Bei der Impfung achtet darauf, das gegen Staupe der Impfstoff Febrivac Dist® genommen wird,
denn nur dieser ist für Frettchen zugelassen! Bei Tollwut gibt es mehrere verschiedene Impfstoffe.
Eine Impfung gegen Parvovirose ist nicht notwendig (Impfstoff Febrivac 3-plus®)
Denn nach neuesten Erkenntnissen erkranken Frettchen nicht an Parvovirose.
Alles dazu ist auch hier nachlesbar.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ranz!
Frettchen kommen normalerweise im Frühjahr nach der Geburt zum erstenmal in die Ranz, sie werden geschlechtsreif.
Die Ranzzeit beginnt meist schon Ende Februar und zieht sich bis etwa Oktober hin.
Bei dem Rüden merkt man die Ranz daran, daß die Hoden anschwellen und sichtbar hervortreten.
Auch ein sehr strenges Aroma, das der Rüde nun von sich gibt ist ein sicheres Merkmal für die Ranz.
Neben Fressen und Schlafen ist nun die Suche nach einer Partnerin für ihn am wichtigsten.
In der Ranzzeit haben die Rüden daher einen besonders starken Drang dazu, ins Freie zu gelangen, um nach einer Fähe zu suchen.
Sie müssen also während dieser Zeit besonders gut baufsichtigt werden, damit ihnen kein Ausbruch gelingt.
Wenn die Fähe in die Ranz kommt, schwillt ihre Vulva (Scheide) bis etwa auf Haselnußgröße an.
Sie sondert vermehrt Schleim ab. Sie riecht allerdings nicht so streng wie der Rüde.
Auch das Verhalten ändert sich bei beiden Geschlechtern.
Sie fressen evtl. schlechter, sind seutlich unruhiger und können gegen Menschen und Artgenossen aggressiver sein
Jedoch kann es bei den Fähen zur Dauerranz kommen!
Da diese eine Östrogenvergiftung ist, bei der das Knochenmark zerstört wird,
ist die Dauerranz nicht ungefährlich und meistens Tödlich!

Für den Rüden ist es nicht ganz so gefährlich, jedoch leiden meist die anderen darunter.
Rüden versuchen dann sogar teilweise andere Rüden zu besteigen, wogegen sich diese auch recht heftig wehren.
Dabei sind Bissverletzungen nicht selten.

Dagegen hilft nur Rüde und Fähe rechtzeitig zu kastrieren bei einem Frettchenerfahrenen Tierarzt!

Informationen zu weiteren Krankheiten gibt es z.B. unter
www.frettchendoc.de